Zugehört: Oscar And The Wolf

Oscar and the wolfAuf der Suche nach der perfekten Herbstbegleitung bin ich schon vor einigen Wochen über die belgischen Oscar And The Wolf und ihre am 4. Oktober erschienene selbstbetitelte EP-Collection (Debonair/Cargo) gestolpert. Bisher nicht in Deutschland veröffentlicht, enthält sie die bisher erschienenen EPs “Imagine Mountains” und “Summer Skin” inkl. neuem Song “Moonlight” und tanzbarer Remix-Version von “Orange Sky”. Generell ist der zweite Teil der Veröffentlichung wesentlich energiegeladener, aber dennoch bleibt das Hauptaugenmerk auf der wunderbaren Stimme des Sängers.

Diese steht bei den ersten Songs noch mehr im Vordergrund und stützt das weitere musikalische Gerüst, welches unter anderem aus einem bestechend schönen Piano besteht. Zudem lassen einen Textzeilen wie “Only love is wasting time” nicht mehr los, wenn du wolkenverhangen in den verregneten Hinterhof schaust. Elegisch baut sich “Pastures” auf mit einem drängenden (und bestechend schönen) Pianospiel.

Herzzerreißende Töne und Melodiestrukturen durchziehen dieses Meisterwerk, berühren mehr als auf der Oberfläche, erzeugen Gänsehaut im Inneren. Aus dem Kopf, den Ohren und dem schweren Herzen ist “Orange Sky” nicht mehr wegzudenken und führt beim etwas schnelleren Remix zu ruckartigen kleinen Bewegungen des Fußes. Unter der Decke verstecken, die Welt ausschalten, oder nach den letzten Träumen suchen, wenn gesungen wird “All we want is the moon”. Ab der Häfte setzt dann auch Schlagzeug in den Songs ein, die einen die träge Bettwärme beinahe aus den Knochen treibt, aber nur beinahe, denn selbst das lässt einen selig beruhigt in den Gedanken hängen, die da so unter der Decke schwirren.

Flüstern wir doch abschließend noch ein leises anerkennendes “Thank you” Richtung Robin Proper-Sheppard (Sophia, The God Machine), der die Produktion dieses Kunstwerks übernahm. Tage verplempern gelang selten so leicht!

Bestaunen kann man die Belgier in Deutschland am 18. Oktober beim PASS!ON VICTIM im Hamburger Knust. Hingehen lohnt sich, wenn Künstler wie Ben Howard, Villagers oder gar Lou Reed auch schon Fans sind.

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