Always Love…

Musikalisch gesehen bin ich manchmal ein Spätzünder, will ich oft erst dann auf den Zug aufspringen, wenn der schon längst im nächsten Bahnhof ist. Ich nehme mir jedoch heraus, selbst zu entscheiden wann und ob ich etwas mag oder nicht. Und das kann eben auch ein bissel später sein. So geschehen mit Nada Surf. Der Name ist mir damals schon lange aufgefallen aber irgendwie waren die Zeiten von Spotify und schnell mal reinhören noch nicht so aktuell, wie heute. So verliebte ich mich Hals über Kopf in der Studentendisco in “Popular”, der von mir bis heute am wenigsten gehörte Nada Surf Song. Danach war ich Feuer und Flamme, reiste zu allen Konzerten die in meiner Nähe waren, kaufte alle Alben die sie rausgebracht hatten. Und diese Liebe hält an und wird vermutlich bleiben.

Diese Band ist ist mehr als Musik, ihre Songs sind seit langem ein guter Begleiter, ein guter Freund. Januar 2006, als ich auf dem Weg zum Flughafen war, um Urlaub in Nordirland zu machen: Die Sonne ging grade am Horizont auf, als ich außer Atem in dem gerade so erreichten Zug saß und mir auf meinen Kopfhörern “Sit on a train, reading a book, same damn planet every time i look. Try to relax and slow my heartbeat, only works when i’m dead asleep. Been thinking and drinking all over the town, must be gearing up for some kind of melt-down.” entgegensäuselte.

Mittlerweile dürfte ich sie um die 15 Mal live erlebt haben. Es gab wahnsinnig gute, euphorische, tolle Konzerte, aber es gab auch – zum Ende ihrer vorletzten großen Tour – eher ernüchternde Konzerte, weil die Band dringend Urlaub brauchte. Nachdem sie 2011 beim Rolling Stone Weekender wieder “da” waren, haben sie im März 2012 alles wieder gut gemacht, ein wunderschönes Akustik-Konzert im Michelle Records und danach ein wahnsinnig energiegeladenes Konzert in der Markthalle gegben.

Zwar hat sich ihre Musik ein wenig verändert, bewegt sich nicht mehr im manchmal wütenden Aufbegehrungsgefilde, sondern plätschert eingängig vor sich hin. Live lassen sie das Plätschern aber meist zu Hause. Zum Glück! Schön auch, dass Matthew Caws zusammen mit Juliana Hatfield das musikalische Projekt Minor Alps ins Leben gerufen haben, deren Album “Get There” am 15. November veröffentlicht wird.

Und heute Gänsehaut…beim Hören von alten Songs. Aber bei wem bleiben die Augen trocken und das Herz kalt, wenn man Zeilen wie folgende hört!?

And i almost love this town
when i’m by your side.
You woke me from a long sleep
And i’m almost back
Closer than ever
To finding the hidden track
If i told you the truth
You wouldn’t like what i said
I almost believed i was dead
There’ll be no more waiting
You’re gonna melt all the ice
In our heads
There’ll be no more crying
You’re gonna make it all better instead.

http://www.youtube.com/watch?v=dcJvQeuMYes

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2 thoughts on “Always Love…

  1. Felse

    Ich möchte mitteilen, dass Nada Surf Anfang November ihr Album “Let’s Go” in Seattle komplett spielen werden. Schade dass unsereins nicht dort sein wird.

    Grüßchen
    Felse

    Reply

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