Rotation: Love A

Love A_Jagd und Hund_CoverHere we go again spreading a lot of love with Love A. As I tried to remember when the second album “Irgendwie” of Love A hit the stores I realised that already two years passed. It doesn’t feel like! The truth is, there is still this craving for moving legs, shaking arms and heads when I listen to the first seconds of their new songs of “Jagd und Hund” (released 27.3. via Rookie Records, booking via Audiolith). And I am still craving for perpetuate their lyrics on walls, cut them into the bark or ink them on my skin. It would all worth it!

As “Irgendwie” was an album full of Hits Hits Hits, “Jagd und Hund” takes a step backwards from Indiedisco without loosing the brain fucking hooklines, without  loosing the rage of getting older, wiser or just without loosing the craving for a sick world. You can feel the pain, the hope, the desperation, the rage and aversion. You can read it in lines like:

Ihre Narben werden heilen mit der Zeit, die kalte Angst im Nacken bleibt gleich. […] Die Knie und das Hirn vom Hoffen weich” (Song 1 “Lose Your Illusion”)

Wenn man sie kennt, kann man getrost die Regeln brechen. Weil die meisten doof sind, fällts uns gar nciht schwer. Nur wer mal aufgestanden ist, der darf sich setzen und darum bleiben hier so viele Stühle leer.” (Song 4 “100.000 Stühle leer”)

Wir bleiben dumm und klein und sprachlos , wir spielen das Gegenteil und das steht uns gut, krallen uns weiter fest am Tellerrand und schaun dem dahinter weiter zu. Wir machen Schulden, sammeln Herzen denn unsere Selbstzweifel lassen das zu.” (Song 10 “Regen Auf Rügen”)

And you can hear it in the remarkable voice of singer Jörkk. Since their first album “Eigentlich” they extended their sound from indiepunk to postpunk and wave, never lost the heart for great guitar pickings, never lost their attitude and pay homage to bands they like (“Alles was ich will ist, nichts mit dir zu tun haben”, “Nein nein, no way, wir tanzen nie wieder zu den falschen Liedern”). As if all this rage and resignation would not be enough, they end the album with the very clearly lines “Brennt alles nieder, fickt das System” / “Burn everything down, fuck the system”. Nothing more to say…

Guys, you made this difficult third step (since the third album is called a difficult task) and it is really hard to unlove you! So again and again and again: LOVE, EY!!!

LoveA_Juh_Presse_02
on tour:
28.03.15 Trier, Exhaus (Releaseparty)
02.04.15 Köln, Gebäude 9
03.04.15 Hamburg, Molotow
04.04.14 Bremen, Tower
05.04.15 Hannover, Bei Chez Heinz
24.04.15 Düsseldorf, Zakk
25.04.15 Kassel, Goldgrube
26.04.15 Berlin, SO36
28.04.15 Potsdam, Waschhaus
29.04.15 Leipzig, Moritzbastei
30.04.15 Heidelberg, Häll
01.05.15 Wiesbaden, Schlachthof (Kesselhaus)
02.05.15 Koblenz, Jam Club
23.05.15 Hünxe, Ruhrpottrodeo
29.05.15 Augsburg, Kantine
11.07.15 Theley, Skatepark (Volcano Festival)

Rotation: The Slow Show

TSS_white_water_artwork_front 2500pxTall dark towers are building up, candles burning while the piano sets in. The choir is opening the album “White Water” of the Manchester based band The Slow Show. When the first lines of “Dresden” pass your mind, you see yourself walking through the nighty roads of this beautiful city in the eastern part of germany, packed in a warm coat, the scarf blocking the cold. The sound of “White Water” is not a fluffy springy piece of music. But that really doesn’t matter.

After they selfpublished their first EP “Brother” in 2012, they got attention from the german Haldern Pop Festival and finally, after they played there last summer, Haldern Pop Recordings will release this dark pearl of music. And it seems to be the best place for them, as they will be accompanied by bands and musicians like All The Luck In The World, Alcoholic Faith Mission and Emanuel And The Fear.

“White Water” is a dark river, slowly floating, until it hits a dangerous spot with high massive walls out of violines, pianos and tragic but anthemic orchestra. Sometimes it’s just a peaceful stream. But there is always the dark sound of Rob Goodwin’s voice, who could be related to Matt Berninger of The National. This “White Water” is sometimes all about to suck people into it’s waves (“Brother”), about loss, last goodbyes, searching for the meaning of life, about growing old (“God Only Knows”), love (“Paint You Like A Rose”) and dancing on a “Bad Day”. And this is the most powerful beauty; finding the way through the world and keeping a dance in mind. Even if you are suffering spring fever, you should listen to this heavy but warm hearted, tender and carefully sound of emotional darkness.

You can find The Slow Shows “White Water” from 6th of march in your favourite record shops or order it here or in the Haldern Pop Shop.

on tour:
06.03.15 London, Hackney
21.05.15 Köln, Luxor
22.05.15 Haldern, Haldern Pop Bar
23.05.15 Dortmund, Way Back When Festival
24.05.15 Beverungen, Orange Blossom Festival
25.05.15 Hamburg, Prinzenbar
26.05.15 Berlin, Privatclub
27.05.15 Dresden, Beatpol
28.05.15 Vienna, Chelsea
29.05.15 München, Strom
31.05.15 Zürich, Papiersaal
04.06.15 Leeds, Brudenell Social Club
05.06.15 Nottingham, The Bodega Social Club
07.06.15 Bristol, Louisiana
08.06.15 Manchester, Manchester Gorilla

Husum Harbour 2015

Möwengeschrei, Hafengeruch, entspannte Stille im kleinen feinen Husum, im Norden Deutschlands. Noch ist es die graue Stadt am Meer, doch schon in ein paar Wochen werden in Husums Parks viele viele Krokusse blühen. Das führt im April immer viele Touristen in diese Gegend. Doch seit fünf Jahren gibt es noch eine weitere Attraktion in der Stadt. Das Husum Harbour Festival, was jährlich im schönen Speicher stattfindet; ein kleines-feines Indoor-Festival, mit viel Liebe, Musikverstand und Herzblut organisiert. Und es wächst und wächst. Standen anfangs eher regionale bzw. deutsche Musiker wie Wolfgang Müller, Spaceman Spiff, Clickcklickdecker, Gregor McEwan, Maike Rosa Vogel, Tim Neuhaus, Enno Bunger, Honig und Niels Frevert auf der Bühne, so werden mittlerweile auch schon international bekannte Musiker gebucht.

So werden beim kommenden Husum Harbour Festival 2015 am 11. und 12. April neben Projektor, Florian Ostertag und Talking To Turtles auch Scott Matthew und Matthew Caws von Nada Surf auftreten. Wie auch in den letzten beiden Jahren wird es nicht nur einen Festivalabend geben, sondern auch einen Frühstücksmorgen mit Akustikkonzert. Tickets für alles gibt es nur bei Reservix.

projector
Wer bei Enno Bunger schon mal genau hingeschaut hat, dem ist vielleicht Onno Dreier aufgefallen. Dieser begleitet ihn bei dem ein oder anderen Auftritt und ist selbst blutjunger studierter Multi-Instrumentalist und sein ebenso blutjunges Musikprojekt nennt sich Projektor. Melancholisch, düster und sphärisch zwischen schwimmen und schweben fallen Namen wie Ólafur Arnalds und Ry X. Einen kleinen Vorgeschmack gibts mit dem bisher einzigen Musikvideo zum Song “Sinking Lights”.

TalkingToTurtles
Wenn ich an Talking to Turtles denke, erinnere ich mich an ein wunderbares Orange Blossom Festival 2011. Da war ich ganz verzaubert von deren Auftritt, von kleinen Klängen mit großen Geschichten, von sensiblen, manchmal schrägen Arrangements. Und von Claudia und Florian alias Talking To Turtles, die so angenehm angenehm waren, dass mir auch nach dem Festival damals noch Herzchen in den Augen standen und ich “We are both each other’s heros, I am yours, you are mine” vor mich hin pfeifend auf die S-Bahn in Hamburg wartete. Nun, ein paar Jahre später freue ich mich, immer wieder von ihnen zu hören. Längst ist mit “Split” ihr Drittwerk erschienen, auf dem sie ihren mal zuckersüßen, mal bitteren Indiepop per excellence weiterführen. Wunderbare Entscheidung liebes Husum Harbour Orgateam!!!

FlorianOstertag
Florian Ostertag hat sich die Bühne bereits als Support mit Philipp Poisel geteilt, stand schon auf diversen kleinen und unter anderem den größeren Haldern Pop und Golden Leaves Festival auf der Stage, seine Singer-Songwriter Tour war teilweise ausverkauft und er ist aus dem ganzen gitarrenklimpernden Talentpool nicht mehr wegzudenken. Als richtige Konsequenz spielt er nun auch auf dem Singer-Songwriter-affinen Festival in Nordfriesland.

ScottMatthew
Auch hier eine Erinnerung: Scott Matthew auf Kampnagel, mehrmals. Immer, wie der Kampnagel eben so ist, recht düster, ganz minimalistische Bühnengeschichte. Heißt im Fall von Scott Matthew-Konzerten: entweder er allein oder mit seinem Gitarren- / Kontrabasskumpel. Weil gerade sein damaliges Album “Gallantry’s Favorite Son” erschienen war und seine Songs immer irgendwie eine gewisse Schwere hatten, war mir auch ganz schwer zumute. Doch dann stand da nicht nur der sensible Künstler auf der Bühne, der immer ein bisschen schüchtern wirkt, sondern auch der Quatschkopf Scott Matthew, der wunderbar sarkastisch, ironisch, zynische Witze machen kann, bei denen man sich gern mal an der eigenen Spucke verschluckt und die ganze Schwere glücklicherweise nicht mehr ganz so schwer ist. Neben seinen zauberhaften eigenen Songs ist er ein wahrer Coversongsverschönerer, die er 2013 auf sein “Unlearned” gepresst hat. Wenn einer covern darf, dann er. Somit verspricht der Auftritt beim Husum Harbour  alles was man sich nur wünschen kann.

MatthewCaws
Ich freue mich wirklich über jeden Künstler, der bei diesem schönen Festival dabei sein wird, aber ganz besonders freue ich mich auf Matthew Caws / Nada Surf. Eine Anektdote aus meiner Nada Surf-Liebe rauszusuchen ist schwer, denn da gibts viele. Nur so viel: es wird etwas ganz besonderes, diesen Künstler vor so wenig Menschen live sehen zu können. Nach einem ausgiebigen schönen und geselligen Frühstück nämlich als Akustikact am Sonntag mittag. Melodiöser Indiepop, der mit tollen Texten gefüllt wird, dazu ein sympathisch und offen wirkender Künstler, der sich selbst nicht so wichtig zu nehmen scheint. Für “Popular” bekannt, aber geliebt für “Inside of love” und “Kilians Red”, wird Matthew Caws den Sonntag zu einem unvergesslichen Tag machen.

Liebes Husum Harbour Orgateam, ich verneige mich einmal mehr vor euch, dass ihr das alles so auf die Beine gestellt bekommt, dass ihr die Perlen im Sand findet, dass ihr Herzblut vergießt. Ich freue mich sehnsuchtsvoll auf das Stückchen zu Hause, auf die Flucht aus dem isländischen Urlaubsland.

HusumHarbour2015

 

Zugehört: New Partner

New_Partner_FrontEs ist Februar, wir streunen schon viel zu lange einsam und allein umher, sitzen an Bars mit mehr als einem Glas Rotwein, erzählen jedem der es nicht hören will, wie gut es ist so frei zu sein oder schweigen mit betretener Mine vor uns hin. Und wir klammern uns an jeden Strohalm, an jeden Jackenärmel oder nur an ein freundliches Lächeln, um uns dann beim Einschlafen selbst die Hand zu halten.

Und dann wacht man auf mit den ersten Klängen von New Partner, mit der Stimme Björn Wahlströms, die sich sofort in das Loch im Bauch brennt, die I am Kloot-Synapsen aktivieren und man fühlt sich geborgen, verstanden, begleitet in seiner Sehnsucht. Eine Sehnsucht die dank Stargazer Records und New Partner nun mit Americana- und Folk-Klängen begleitet wird, eine Sehnsucht die von Verlust, den eigenen Wurzeln, Familiengeschichten und natürlich Liebe erzählt. Und zwischen all dem findet sich mit “I won’t kill you” ein kleiner Stomper á la Two Gallants, der einen plötzlich aufspringen lässt aus der Ruheposition, die Füße und Hände zappeln unkontrolliert, bevor man bei “Long Lost Wish” wieder in die Ausgangsposition verfällt.
Doch man sitzt nicht mehr allein in der Ecke, man hat mit Ruppel und Stefan von Grant Creon, Per von Bring The Mourning On und Golden Kanine und dem Videographer (“Fading Trail” von Bring The Mourning On, “Climb” von Golden Kanine) und Idle Hands-Mastermind Björn Wahlström neue Leidensgenossen, New Partner halt. Zwar treten sie einem nicht in den Arsch, doch ist gemeinsames Leiden, Sehnsüchteln und Wein trinken doch besser als es allein zu tun.

Ab dem 20. Februar beim Plattenhändler eures Vertrauens oder als Pre-Order bei Stargazer Records!

New_Partner_Print

Zugehört: Damien Rice

Was gibt es schöneres, als das Album auf das man seit acht Jahren gewartet hat, mit einem guten Freund zu teilen, mit dem man jenen Damien Rice seit mindestens acht Jahren teilt.
Zwei Menschen, die gleichzeitig geflashed sind, ohne am selben Ort zu sein mit komplett unterschiedlichen Voraussetzungen. Hier Reykjavik, dort Aiterhofen. Und “My Favourite Faded Fantasy” von Damien Rice:

“My Favourite Faded Fantasy”
Aiterhofen: Was mich ärgert ist, dass drei Songs von acht vorher schon zu hören waren.
Ich hätte mir in die Hosen gemacht, hätte ich die Songs nicht im Vorfeld gekannt.
Geweint wie ein kleines Kind. Jetzt war ich schon etwas gefasster. Die drei Pres sind natürlich mehr als irre! Bin gespannt, was mit den anderen noch passieren wird, endlich wieder was zu entdecken.

“It Takes A Lot to know a Man”
Reykjavik: Sag was!
Aiterhofen: Sag du doch was!
Reykjavik: Schönes Piano. Oh, und das Ende ist toll! Das macht den Song unvorhersehbar.
Aiterhofen: Absolut! Streicher alla Rubin.
Reykjavik: Ach, das ist noch gar nicht das Ende….WOW!
Er verändert sich in der Mitte von etwas harmlosen zu etwas fast bedrohlichem, oder gewaltigem. Und dann bricht er wieder und Feuer knistert. ich sitze mit ihm in einem Raum, er spielt Piano und ich lausche. Aber nicht als anwesender Mensch, eher als Gemälde oder als altes Foto in einem Bilderrahmen auf dem Kamin, weil das so intim und nah ist, dass eine Person im Raum stören würde.
Aiterhofen: Knister knister, Piano. Mein Wein erzählt grad die selbe Story. Erst ist er bitter, schmeckt nach Eisen. Kaum eine halbe Stunde offen, entwickelt sich sein Geschmack. Brombeere. War vorher nicht zu schmecken. Die Streicher sind sooo toll eingesetzt zum Schluss hin und dann die Bläser. Baaaammmmmm – wie man so im Jugendjargon sagt.
Reykjavik: Den Song find ich wirklich bombastisch, wunderschön, er füllt einen tollen Raum und riecht nach Kaminholz, nach Wein auf selbigem und ein bisschen Staub in den Ecken. Nach einem frisch gewaschenem Hemd, in dem Damien am Piano sitzt. Barfuß.
Aiterhofen: Der ist irre lang! Fazit?
Reykjavik: Also bis zur Hälfte dachte ich, ok. Und dann kam der Bruch, die unvorhergesehene Wendung.
Aiterhofen: Klavier und dann die geilen Streicher. Super gemacht. Gänsehaut.
Reykjavik: Überrascht, Gänsehaut, verzaubert!

“The Greatest Bastard”
Reykjavik: ich würde ihn als klassischen Damien bezeichnen…sehr minimalistisch. Man hört, wie er die Saiten anschlägt und atmet. Das mag ich.
Aiterhofen: Grooooßßß, klassisch, mit der beste bisher. Und jetzt sind wir erst bei Song 3!
Die Melodie pulsiert wie wild durch meinen Körper. Der edelste Wein ist den Song nicht wert

“I Dont Want To Change You”
Aiterhofen: Streicher auch wieder top. modern, aber passend bzw bisschen wie die alten Soul Sachen. gut gemacht.
Reykjavik: Zu dem Song hab ich eine schöne Situation: wir hielten nach einem wunderschönen Mooslavafeld irgendwo an nem Straßenrand…weil das Licht so toll war, so friedlich, so ….und dann kamen die ersten Töne von “I dont want to change you” aus dem Radio…und ich hab Gänsehaut bekommen.

“Colour Me In”
Aiterhofen: boahhh Explosion! Wie hat mir das gefehlt!
Reykjavik: Gänsehaut durchzieht sich. Mir kullern grad ein paar Tränen, weil der Song so schön und gewaltig ist!
Aiterhofen: Jede Träne ist es wert.
Reykjavik: Ich befürchte ich werde die ganze Nacht das Album hören!

“The Box”
Reykjavik: Ich komme langsam wieder dahin, mich für Musik zu begeistern, hatte und brauchte ich lange Zeit nicht…tatsächlich nicht…einfach mal für sich sein, Natur hören und genießen
Aiterhofen: Alles ist Musik. Schwingung. jedes Geräusch. selbst die Stille schwingt. oft noch schöner als alles Gespielte.
Reykjavik: Aber Damien ist der auf den ich mich seit acht Jahren gefreut hab.
Aiterhofen: Er kam zur richtigen Zeit.
Reykjavik: Er wäre immer zur richtigen Zeit gekommen. FUCK…er weiß doch immer wieder zu überraschen!
Aiterhofen: Rick Rubin, der Hund, hat ihm da schon ein paar fette Streicher hingezaubert und ihn aber auch pure gelassen. Kein Ausfall bisher.
Reykjavik: ich finde das passt alles ziemlich gut zusammen und “The Box” ist der Hammer!
Aiterhofen: Erst erinnert er sehr an “Blowers Daughter”
dann…geht er eine tolle andere Richtung.

“Trusty And True”

Aiterhofen: Trotz der kurzen Tracklist ist es eine relativ lange Spielzeit.
Ahhhh
Geil
Zweistimmig
Sehr irisch
Ich hab die Instrumentenliste im Booklet gelesen. Irre viele Instrumente sind am Start aber man merkt das nicht. Klingt alles ehrlich.
Reykjavik: Und klingt alles erdig. Dieser Song ist aber bisher der poppigste.
Aiterhofen: Er hat sich verändert, aber in einem guten Rahmen.
Sehr poppig! Hab in nem Interview gelesen, dass er sich gegen Radiosongs wehrt, deshalb sind die Songs auch immer über 5 min. Großartig. Zusätzlich ist der Wein den ich grade trinke, einer der besten. Passt alles irgendwie heute.
Reykjavik: Hab heut nen kleinen Schnipsel über die Entstehungsphase gesehen…da meinte er auch, dass er mit Druck nicht arbeiten kann, dass er Inspiration und Zeit braucht.
Aiterhofen: Schade, dass du dich nicht mit mir betrinkst. das wär es wirklich wert.

“Long Long Way”
Aiterhofen: Uuuhhhhh, sehr sphärisch!
Reykjavik: Ja sphärisch, aber dann bombastisch. Guter Abschluss!
Aiterhofen: Ich höre viele Alben und oft denk ich mir, boah, das ist krass gespielt.
Instrumental geile picking Gitarre, irrer Basslauf usw.
Das dachte ich zu keiner Sekunde bei Damien.
Das kann fast jeder Anfänger spielen.
Aber mich kriegen diese ausgeheckten Sachen nicht so arg, als wenn einer Songs schreiben kann und dann noch so interpretieren. Viele studierte Musiker maskieren ihre fehlenden Songwritingkünste durch Können am Instrument. Er muss nix maskieren.
Ich hab sieben Lieblingslieder und das achte gibt sich Mühe.
Der schönste Abend des Jahres, ohne dass irgendetwas passiert.
Nur Musik
und deine Worte
Toooooollll
danke
Das war ne großartige Idee!
War hoffentlich meine.
Reykjavik: ich glaube es war unsere…wir haben es beinahe gleichzeitig ausgesprochen.

Die Erwartungshaltung war groß, die Vorfreude ebenso und ein wenig auch die Angst vor Radiohits, Ausverkauf und Mainstream. Doch davon ist der Ire weit entfernt, auch wenn seine Songs noch das kühlste Herz erweichen könnten. Mit “My Favourite Faded Fantasy” knüpft er also da an, wo er mit seinen vorgängigen Erfolgsalben “9” und “O” vor acht Jahren aufgehört hat. Und ich kann nicht aufhören, mich verzaubern zu lassen. Bleib noch ein bisschen Damien!

 

 

 

10 Jahre DevilDuck

Und wieder einmal wird einem bewusst, dass die Zeit sich ziemlich beeilt. Nicht zuletzt nach der Erinnerungsmail, dass am heutigen 18. Oktober im Nochtspeicher in Hamburg 10 Jahre DevilDuck Records gefeiert werden. Z E H N  Jahre!!! In manchen Ohren klingt das alles nicht viel, aber in den Zeiten in denen es kleinere unbekannte Bands und ihre kleinen Labels nicht besonders leicht haben, ist das mehr als ein Grund zum Feiern. Deshalb wird hier nicht weiter über die achsoschweren Zeiten gejammert, sondern sich lieber gefreut, dass Jörg Tresp und sein Team von DevilDuck Records ein Händchen für schöne Töne haben, dass das Hamburger Label ein Garant für Gefühl und gute Musik ist. Deshalb vertrauen ihnen Bands wie unter anderem Dangers Of The Sea, Max Paul Maria, Sea Wolf und nicht zuletzt Talking To Turtles.

Zu diesem schönen Anlass wird heute in den Nochtspeicher geladen, um nicht nur mit einem Kaltgetränk auf die vergangenen und mindestens die kommenden 10 Jahre anzustoßen, sondern auch um den Tönen von Talking To Turtles, Sea Wolf, The Dope und Max Paul Maria zu lauschen.

Ein Prosit!
Schön, dass es euch gibt!

15 Jahre Astra Stube

A4_plakat_webHamburg wäre nicht Hamburg ohne seine Club- und Konzertszene. Hamburg wäre nicht Hamburg, wenn es nicht neben den “großen” Konzertorten auch die kleinen gibt, die sich ganz genreunabhängig eher den unbekannten Musikschaffenden widmen. Dazu zählt seit 15 Jahren die Astra Stube, die einzigartige Astra Stube in Hamburg.

Wie oft stand man schon davor, hatte sich bereits ein bisschen vor dem Konzertbeginn mit Freunden getroffen, um dann manchmal nur mit sechs anderen Konzertbesuchern oder ohne Möglichkeit an Bar oder Klo zu kommen laute wie leise, aber meistens ziemlich schöne Konzerte zu erleben.  Oft tropfte der Schweiß von der Decke, wenn der Laden pickepackevoll war, inklusive kleiner Bühne, die für 10 Musiker doch etwas muckeligeng wurde.

Nun wird genau das gefeiert. Am 12. Oktober als Sonntags-Geburtstags-Matinée, natürlich mit Musik. Aber nicht nur. Mit Kuchen und Kaffee, eine fragmentarische Rückschau mittels Fotografien von Claudia Höhne und Dimitri Moskalenko, Skizzenbüchern und mit DJ von Volt.

Natürlich wird auch Live-Musik nicht fehlen, die von Tonfang (P-Funk), Tintin Patrone (elektroakustische Performance), Porsche (Poetry Rap) und Niederluft Window Electric (Krautrock) durch die Lautsprecher gejagt wird.

Und zu guter letzt und als Geburtstagskomplettierung wird an jenem 12. Oktober auch der Release des Stuben-Samplers gefeiert, der in Form eines USB-Sticks erscheint und teils neue Stücke von Asmus Tietchens, Audible Pain, *Binoculers*, Corwood Manual, Found, *Exits To Freeways*, Delay Trees, Ditterich von Euler-Donnersperg, Gregory Büttner, Ilse Lau, Jetzmann, Katzenkönig, Kitty Solaris, Las Kellies, Legoluft, *Mimas*, Passierzettel, *Plokk*, Rivulets, *Schwervon!*, Sexual Objects, *¡Son Turistas!*, Sonata Rec, Sorry Gilberto, Sport, Swearing at Motorists, Tellavision, Tonfang, *TWISK*, TV Buddhas, Woog Riots, Xyramat, ZEBU! enthalten wird.

Bestellen kann man das ganze bei info_ät_astra-stube.de oder sicher auch am Sonntag vor Ort  für 8 Euro käuflich erwerben.