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Haldern Pop 2015…be true – not better

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Just one month to go until the great and cozy Haldern Pop Festival is taking place at the fields and gras grounds of the tiny village in the west part of Germany, just few kilometers away from the border to the Netherlands. And also not far away is the Autobahn, but there is Autobahn everywhere in Germany. So, in a few weeks there will enter around 7000 guests the gates of Haldern to have three (13. – 15. august) days full of best music, hopefully sun and a lot of love. Love for the short ways from the campsite to the festival area, love for sitting in the gras in the beergarden, love for the morning coffee, love for the heat in the famous Spiegeltent, love for the big diversity of food and drinks and of course much much much love for great bands.

And there are many to explore, and to fall for in the end. Here are some of them:

SOAK from Ireland. She is not 20 yet, she is writing about her growing up things (listen to her album “Before We Forgot How To Dream”), just as we all went through it. So you find a lot of feelings, strangenes and weirdful thoughts which are guided by sensible singer-songwriter sounds and a special voice. She could be the little sister of Cat Power. This will not be the last time you heard from her!

AnnenMayKantereit from Germany. Yeah, it’s in german but beside that, the voice is a wonder. This guys are young and the singer sounds like an old wise man. Dusty and rough and empathic with no doubt about their talent.

Kiasmos from Iceland. No less than piano artist Ólafur Arnalds is having this project with his friend Janus Jasmusse from Bloodgroup. The piano is still there but combined with some beats and poppy sound effects. Very chilly and dancy and dark and happy and everything you need and expect from icelandic electronic music.

Father John Misty from the United States. Maybe since ages an american folk singer-songwriter, but for some time also the drummer of Fleet Foxes. J. Tillman was also touring with Damien Jurado. All of that sounds like a good thing, huh?! So, go and listen to his kind of self destroying and self ironying songs!

Furthermore go and find out about Delta Rae, dEUS, Die Sonne, Intergalactic Lovers and Alcoholic Faith Mission! But all of the Line-Up is worth it to give an ear and a heart! All of this loveable musicians here:

Alcoholic Faith Mission (DK) – AnnenMayKantereit (DE) – Bear’s Den (UK) – Benjamin Booker (US)
Bernd Begemann & Die Befreiung (DE) – Bilderbuch (AT) – Big Sixes (UK) – Cantus Domus (DE)
Courtney Barnett (AUS) – Curtis Harding (US) – Dan Deacon (US) – Delta Rae (US) – dEUS (BE)
Die Sonne (DE) – DMA’s (AUS) – Dotan (NL) – Douglas Dare (UK) – Family Of The Year (US)
Father John Misty (US) – Frances (UK) – Freddie Dickson & The Guard (UK) – Grandbrothers (DE)
Heisskalt (DE) – Ibeyi (FR/CU) – Iceage (DK) – Intergalactic Lovers (BE) – Johann Sebastian Bach (DE)
Kapok (NL) – Kate Tempest (UK) – Kiasmos (IS) – Kiko King & Creativemaze (DE) – LÅPSLEY (UK) Laura Marling (UK) – Liam Ó Maonlai & Peter O’Toole (Hothouse Flowers) (IRL) – Low Roar (IS)
Magnus (BE) – Mammút (IS) – Marcus Wiebusch (DE) – Mark Geary feat. Grainne Hunt (IRL)
Nils Frahm (DE) – Olli Schulz (DE) – Public Service Broadcasting (UK) – Puts Marie (CH) – Rae Morris (UK) – Savages (UK) – Soak (IRL) – Someday Jacob (DE) – stargaze & André de Ridder (DE)
Steve Gunn (US) – Sunset Sons (UK) – Terra Profonda (HU) – The Bronze Medal (UK) – The Districts (US) – The Slow Show (UK) – The War on Drugs (US) – Tour of Tours (DE/NL/US) – Tor Miller (US) – Tora (AUS) – Viet Cong (CAN) – Villagers (IRL) – White Fence (US) – Woods of Birnam (DE)

These bands are well choosed from the Haldern Pop team, which are doing their heart job since 1984. There is no doubt about this heart thing. It will win in the end. Always! At least every year at the gras grounds of Haldern. BE TRUE – NOT BETTER!

Haldern Pop Festival
13 – 14. august
Sold out!
(but there is always a chance to catch a fair priced ticket even if it is sold out…go and try the ticket market at their homepage or the FairVerkauf group on Facebook)

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Zugehört: New Partner

New_Partner_FrontEs ist Februar, wir streunen schon viel zu lange einsam und allein umher, sitzen an Bars mit mehr als einem Glas Rotwein, erzählen jedem der es nicht hören will, wie gut es ist so frei zu sein oder schweigen mit betretener Mine vor uns hin. Und wir klammern uns an jeden Strohalm, an jeden Jackenärmel oder nur an ein freundliches Lächeln, um uns dann beim Einschlafen selbst die Hand zu halten.

Und dann wacht man auf mit den ersten Klängen von New Partner, mit der Stimme Björn Wahlströms, die sich sofort in das Loch im Bauch brennt, die I am Kloot-Synapsen aktivieren und man fühlt sich geborgen, verstanden, begleitet in seiner Sehnsucht. Eine Sehnsucht die dank Stargazer Records und New Partner nun mit Americana- und Folk-Klängen begleitet wird, eine Sehnsucht die von Verlust, den eigenen Wurzeln, Familiengeschichten und natürlich Liebe erzählt. Und zwischen all dem findet sich mit “I won’t kill you” ein kleiner Stomper á la Two Gallants, der einen plötzlich aufspringen lässt aus der Ruheposition, die Füße und Hände zappeln unkontrolliert, bevor man bei “Long Lost Wish” wieder in die Ausgangsposition verfällt.
Doch man sitzt nicht mehr allein in der Ecke, man hat mit Ruppel und Stefan von Grant Creon, Per von Bring The Mourning On und Golden Kanine und dem Videographer (“Fading Trail” von Bring The Mourning On, “Climb” von Golden Kanine) und Idle Hands-Mastermind Björn Wahlström neue Leidensgenossen, New Partner halt. Zwar treten sie einem nicht in den Arsch, doch ist gemeinsames Leiden, Sehnsüchteln und Wein trinken doch besser als es allein zu tun.

Ab dem 20. Februar beim Plattenhändler eures Vertrauens oder als Pre-Order bei Stargazer Records!

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Zugehört: Bring The Mourning On

Warum sollte man sich, wenn es Richtung Frühling geht, immer mit den gleichen positiv klingenden seelenlosen Frühlings-Gute-Laune-Songs vollsülzen lassen, wenn man das am 4. April via Stargazer Records erscheinende neue Album “Northern Ghost” der Schweden Bring The Mourning On haben kann!?

Als Nachfolger von “Going Going Gone” und “Ukiah” reiht sich der nordische Geist lückenlos ein in den Reigen der scandinavian americana-Songs, die diesmal aber wieder mit mehr Kraft und Stärke bereits in den ersten paar Songs (“Let You Down”) überzeugen. Und dabei überraschen kleine Details, die erst durch genaues Hinhören herausstechen. So tanzen hübsche Geigentöne bei “Without You” zwischen sensiblen Pianoklängen und kräftigen Gitarrensounds.

BTMO - northern-ghostHört man genau hin, kann man die Bewegungen hören, die zwischen den Tönen entstehen, ein langes Atmen, ein vertrauter Blick, Finger die über die Tasten des Rhodes-Piano gleiten, der wissende Klang der Mundharmonika, die Stimmen von Erika Axelsson und Henning Pettersson. Ständiger Wegbegleiter bleibt, wie auch schon bei den Vorgängern, die Melancholie, die immer mit im Raum ist, die aber nicht stört, sondern einfach wie ein guter Freund ist. “Northern Ghost” als alter Vertrauter, mit dem man Wein trinkend auf einem gemütlichen Sessel sitzt und sich gar nicht viel zu sagen braucht, weil manche Dinge keine Worte brauchen. Aber Musik!

Diese Stimmung perfekt umgesetzt hat Mr. Idle Hand aka Björn Wahlström, der bereits mit dem Video zu “Eye Of The Beholder” und nun auch “Faiding Trail” Gänsehaut erzeugt. Man fühlt den Wind, der durch die Bäume weht, man fühlt den Schmerz des Kindes und von den Stimmgebern Erika und Henning, Man fühlt das nasse Laub unter den Füßen, man spürt den Tau auf den den Blättern und riecht die moosige Waldluft. Und man hört zwischendurch Schritte, vom “Northern Ghost”, vor dem man sich aber keinesfalls fürchten muss. Wunderbare Platte zum Durchatmen und Fallenlassen, zum Träumen.

Zugehört: Kalle Mattson

kallemattsonVom Namen in die Irre geführt, so handelt es sich bei Kalle Mattson nicht um einen Schweden, sondern um einen aus Kanada kommenden Musiker. Aber das ist nur nebensächlich, denn sein am 7. März erscheinendes Album “Someday The Moon Will Be Gold” (Trickser Tonträger) beeinflusst das in keinster Weise.

Es ist schon jetzt ein heißer Dauerrotations-Anwärter für das Jahr 2014, denn schon der Einstieg ins Album “An American Dream” ist absolut ohrwurmverdächtig, lässt einen beschwingt und fröhlich pfeifend durch die City laufen. Bereits im zweiten Song “Darkness” werden melancholisch ruhigere aber nicht weniger schöne und hängenbleibende Töne angeschlagen. Die Melancholie wird von wunderschönen Trompetentönen unterstrichen, die sein Bandmate J.F. Beauchamp eingespielt hat und sich durchs ganze Album ziehen, Dabei geht es um die großen und kleinen Dramen des Lebens, um schöne aber auch nicht so schöne Dinge – das Coverartwork stammt von seiner verstorbenen Mutter – dennoch schwingt auf “Someday The Moon Will Be Gold” ein unbändiger Optimismus mit, der einen selbst bei Titeln wie “Hurt People Hurt People” lustig mit dem Kopf schwingen lässt. Auch wenn die Töne in manchen Songs leiser und nachdenklicher werden, bleibt dieses Gefühl.

Mal selig seufzend, mal kopfnickend und grinsend lässt Kalle Mattson einen mit dieser ziemlich erwachsenen musikalischen Schönheit zurück, welche mit einer Vielfältigkeit besticht, die an die eines Ryan Adams erinnern lässt und selbst schon die New York Times und Pitchfork entdeckt haben. Musik die den Frühling nicht besser einläuten könnte.

Zugehört: All The Luck In The World

Stimmung durch Bilder und Musik – das konnten die Haldern-Video-Macher schon immer irgendwie. So verwunderte es nicht, dass mich der Song “Your Fires” zum ersten Haldern-Video für 2014 vom Dezember derart gefangen nahm und mich sofort mit voller Breitseite auf den Namen der Band stieß, zu der jener Song gehört. Gewöhnlich ist es mit langen Bandnamen immer etwas schwierig, doch wenn es sich um einen so schönen Namen wie bei All The Luck In The World handelt, sollte man sich Zeit und ein Ohr nehmen, diesem weltlichen Glück zuzuhören. Eigentlich wollten die drei unglaublich jungen Iren “nur” ihre Musik in ihrem Wohnzimmer für Freunde aufnehmen, doch mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum (Haldern Pop Recordings /Barfilm Records) werden sie nun in mehreren Wohnzimmern zu Gast sein.

Dass es sich dabei nicht um die Neuerfindung des Singer-Songwriter-Genres handelt, dürfte schnell klar sein. Aber muss es denn immer was neues sein in dieser Welt, in der überall mit Neuheiten und Neuerungen geworben wird?! Kann man sich nicht auch auf bereits Bestehendes besinnen? Man kann, im Fall von All The Luck In The World!

Nicht schlecht staunten sie vermutlich, als ihr Video zu ihrem Song “Never” binnen kürzester Zeit auf mehrere zehntausend Klicks kam. Grund war eine Schaltung des Songs für einen großen Reiseanbieter. Neil Foot, Kelvin Barr und Ben Connolly spielen in ihrer Musik mit ganz einfachen Mitteln, Inhalte die den Menschen bewegen, Töne die ihn berühren. Man hat das Gefühl neben ihnen im Wohnzimmer zu sitzen, während die Jungs von den Fleet Foxes und Foals zusammen Karten spielen und der Kamin knistert. Ausgelassenes Lachen zwischen Songs über Liebe, Freundschaft und Verlust, hier und da ein Schlückchen Wein. Man fällt sich in die Arme beim Abschied später am Abend, wenn alle in ihren schweren Winterschuhen in die Nacht verschwinden und einen mit einem wohligwarmen und aufgehobenen Gefühl zurücklassen. Glück kann so einfach sein!

Erstveröffentlicht auf concert-news.de

Zugehört: James Vincent McMorrow

JVMcmorrow_posttropicalEs ist also wahr: verkauzte rotbärtige irische Songwriter ziehen sich zum Arbeiten an ihren Songs in die Einöde zurück. Klischee olé. Da gehen im Kopf lauter Lampen an, oder aus, wie mans nimmt. Und James Vincent McMorrow hat es schon wieder getan. Diesmal in der Nähe der mexikanischen Grenze. Aber zu hören ist von dem geographischen Einfluss nichts auf seinem neuen Album “Post Tropical”. Dafür hat er aber nicht nur den Sprung über den Ozean gewagt, sondern einen riesen Sprung in eine andere Richtung als man es nach dem Vorgängeralbum erwartet hatte.

Fühlte man sich auf “Early In The Morning” noch mehr an die Folkhelden Fleet Foxes und Mumford & Sons erinnert,  fängt gleich beim ersten Song des neuen Albums – “Cavalier” –  das Musikkopfkino an zu rattern. Wesentlich leisere Töne schlägt “Post Tropical” bereits am Anfang an. Da gibt es ruhige Keyboardklänge, Handclaps und die mehr als präsente oft in hohen Tönen gesungene hohe Stimme McMorrows. Schenkt man dem Album bis zum letzten Ton seine Aufmerksamkeit, so fallen Elektrobeats auf, wie man sie schon bei James Blake entdeckt hat, gibt es die bombastischen Orchester-Momente (wie im Titelsong) und findet man HipHop-Referenzen. Das alles passt wunderbar zu den zerbrechlich schönen Lyrics, z.B. wenn McMorrow singt: “I need someone to love, someone to hold”.

Der schüchterne Ire hat die Krux des zweiten Albums mit Bravour gemeistert, auch wenn die Songs auf “Post Tropical” weniger im Ohr hängen bleiben als beim Vorgänger. Aber dafür bleiben sie im Kopf hängen und gesellen sich zu denen von Bon Iver, James Blake und immer noch auch ein bisschen Damien Rice.

Erstveröffentlicht bei concert-news.de

Husum Harbour 2014

Der vergangene Sommer ist nur noch eine schöne Ahnung, aufgefrischt mit Erinnerungen in unseren Köpfen und Fotos auf den Speicherkarten unserer Mobiltelefone oder Kameras, intensiviert mit Gerüchen von Sonnencreme, Seifenblasen und Konfetti in der Luft. Der kommende Frühling scheint noch soooo weit weg und das Vorstellen von zwitschernden Vögeln, paarungsbereitem Kleingetier und blühenden Blumen fällt schwer. Doch die Vorfreude darauf potentiert sich mit den wieder länger werdenden Tagen ab Ende dieses Wintermonats.

Vor allem der 12. April nächstes Jahr sollte ganz fett als Vorfreudeende im Kalender markiert werden, denn an diesem Tag findet das vierte Husum Harbour im Husumer Speicher statt. Wir wären nicht wir, wenn wir euch nicht jetzt schon dieses besondere musikalische Kleinod schmackhaft machen würden, denn soeben wurden uns die Bandbestätigungen ins Ohr geflüstert, die da wären:

Lost Name
Die Höchste Eisenbahn
Town Of Saints
Alin Coen
The Dangers Of The Sea (Sonntags-Akustik-Konzert)

Der Ticketvorverkauf ist bereits gestartet und nach 16 Minuten wurde gemeldet, dass das Kombiticket für Samstag und Sonntag bereits ausverkauft ist. Aber für Samstag (4 Acts) könnt ihr noch Tickets für 16Euro zzg. VVK-Gebühr erwerben. An der Abendkasse wird es ausschließlich das Ein-Tages-Ticket für Samstag zum Preis von 20Euro geben, diese jedoch waren auch schon nach kurzer Zeit am Abend ausverkauft. Tickets bekommt ihr entweder direkt in Husum im Speicher, bei der Theaterkasse Schumacher in Hamburg, oder natürlich auch unter www.reservix.de.

Somit lässt sich nun nur noch wünschen, dass die Tage schnellst wieder länger werden mögen, die Zeit etwas verfliegt, bis wir uns wieder bei frühlingshaften Temperaturen die wunderbaren lila Blüten im Husumer Park anschauen können, nachdem wir den Speicher mit einem lauten Seufzer verlassen werden.

Erstveröffentlicht bei concert-news.de
Ein großer Dank und Riesenlob geht auch dieses Jahr wieder an Denise Henning, die wie immer ein fantastisches Artwork geschaffen hat!