Category Archives: pictures in my mind

There are no goodbyes…

Fuck man, diese Zeilen tippen sich nicht so einfach. Der Kloß im Hals ist dick, sehr dick. Die Entscheidung fiel bereits lange vor heute, doch leicht war und ist sie nicht. Nach 12 Jahren wird es den Mixtapebabe Music Blog nicht mehr so geben. In den letzten Jahren hat sich mein Fokus einfach in eine andere Richtung verschoben, ist die “Arbeit” hier für eine Person einfach zu viel geworden und hat mich letztendlich keine freien Entscheidungen mehr treffen lassen und mich unter Druck gesetzt. Die Halbherzigkeit der letzten Jahre tut fast noch mehr weh, als nun zu winken und “Ahoi” zu rufen.

Seit 2006 gab es dieses musikalische Kleinod, sehr persönlich anfangs, bis ich auch professionell auf anderen Musikseiten meinen Senf zu Konzerten, Platten und in Interviews hinzugeben durfte. Die Erfahrung, die ich all die Jahre gemacht habe, sind in mein Herz gebrannt, durfte ich nicht zuletzt durch diesen Blog mit tollen Bands sprechen, auf hunderten von Konzerten tanzen und lauschen, viele schöne neue und alte Platten hören und meiner Leidenschaft, dem Schreiben nachgehen. Herzlichsten Dank ihr Mitleser, ihr Musiker und Künstler, Festivalbetreiber und Promomenschen für all euer Vertrauen.

Mein Herz für Musik, die Leidenschaft fürs Schreiben sind nicht einfach so vergangen. Sie sind noch da, doch nicht mehr der Lebensmittelpunkt. Weitermachen werde ich, früher oder später. Doch wie und wo, das wird sich noch herausstellen.

“Nimm mein Mixtape, babe
Ich hoffe daß es dir gefällt
Nimm mein Mixtape, babe
Mit Liebe zusammengestellt
Nimm mein Mixtape, babe
Egal wo du jetzt bist
Hör mein Mixtape, babe
Damit du mich nicht vergisst”

Danke Olli für diese Zeiten, weshalb dieser Blog so hieß wie er hieß!

P.S. Die Facebook-Seite wird es erstmal weiterhin geben, ersetzt aber natürlich nicht den Blog.

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Zugehört: New Partner

New_Partner_FrontEs ist Februar, wir streunen schon viel zu lange einsam und allein umher, sitzen an Bars mit mehr als einem Glas Rotwein, erzählen jedem der es nicht hören will, wie gut es ist so frei zu sein oder schweigen mit betretener Mine vor uns hin. Und wir klammern uns an jeden Strohalm, an jeden Jackenärmel oder nur an ein freundliches Lächeln, um uns dann beim Einschlafen selbst die Hand zu halten.

Und dann wacht man auf mit den ersten Klängen von New Partner, mit der Stimme Björn Wahlströms, die sich sofort in das Loch im Bauch brennt, die I am Kloot-Synapsen aktivieren und man fühlt sich geborgen, verstanden, begleitet in seiner Sehnsucht. Eine Sehnsucht die dank Stargazer Records und New Partner nun mit Americana- und Folk-Klängen begleitet wird, eine Sehnsucht die von Verlust, den eigenen Wurzeln, Familiengeschichten und natürlich Liebe erzählt. Und zwischen all dem findet sich mit “I won’t kill you” ein kleiner Stomper á la Two Gallants, der einen plötzlich aufspringen lässt aus der Ruheposition, die Füße und Hände zappeln unkontrolliert, bevor man bei “Long Lost Wish” wieder in die Ausgangsposition verfällt.
Doch man sitzt nicht mehr allein in der Ecke, man hat mit Ruppel und Stefan von Grant Creon, Per von Bring The Mourning On und Golden Kanine und dem Videographer (“Fading Trail” von Bring The Mourning On, “Climb” von Golden Kanine) und Idle Hands-Mastermind Björn Wahlström neue Leidensgenossen, New Partner halt. Zwar treten sie einem nicht in den Arsch, doch ist gemeinsames Leiden, Sehnsüchteln und Wein trinken doch besser als es allein zu tun.

Ab dem 20. Februar beim Plattenhändler eures Vertrauens oder als Pre-Order bei Stargazer Records!

New_Partner_Print

Stand der Dinge…

Hier war und ist es ziemlich leise in den letzten Monaten. Ich wohne seit ein paar Monaten in Island, wo die Zeit bislang häufig knapp war. Das möchte ich ändern, weiß nur noch nicht ob ich es in dem Umfang ändern kann, wie ich möchte. Deshalb könnt ihr auch gern auf die Facebook-Seite rüberschlappen, denn dort schaffe ich es häufiger Musiktpps, neue Alben, On-Tour-Daten und andere Dinge an die richtigen Ohren zu bringen.  Und sonst nicht müde werden und auch hierher wiederkommen. Danke für die Aufmerksamkeit!

So this is the new year…

…noch nicht ganz, aber in ein paar Stunden ists soweit. Ganz dem Sinnieren über die vergangenen 12 Monate kann auch ich mich nicht entziehen. War 2013 ein gutes oder ein schlechtes Jahr? Wie wird wohl 2014? Keine Ahnung, so recht finde ich keine Einteilung. Wie schon 2012 ist auch dieses Jahr ein Zwischenjahr gewesen, ein Lückenfüller. Nur wofür ist noch die Frage. Musikalisch gabs da auf jeden Fall einige tolle Momente, von Platte wie auch live. Große Bedeutung hatten neben meinen Dauerrotationen Love A und OK Kid auch Daughter, das Haldern Pop fand ich eines der gelungensten der letzten Jahre und das Junip-Konzert hat mir 2013 am besten gefallen. Wie es nun 2014 werden wird? Anders. Dinge werden sich verändern, meine Herzensstadt wird sich verändern, schon allein mit dem Umzug des Molotow (hoffentlich gibt es ihn) und dem “Ende” der Hasenschaukel. Ich werde mich verändern. Eines weiß ich aber jetzt schon, dass ich die Band All The Luck In The World lieben werde. Und das ist auch mein Arbeitstitel für 2014: All The Luck In The World.

Lieblingscover: Dråpe – Canicular Days

Drape - Canicular Days
Dråpe kommen aus Norwegen und präsentieren auf ihrem bereits am 8. November erschienenen Album “Canicular Days” eine wunderbar fluffig, flirrende Mischung aus Dream-Pop, Postrock, Shoegaze und Psychedelia. Und das wirkt – ganz gegensätzlich zur melancholischen skandinavischen Winterschwere – äußerst lebhaft und irgendwie sommerlich. Das Cover tut da sein übriges. Wunderschön!

Always Love…

Musikalisch gesehen bin ich manchmal ein Spätzünder, will ich oft erst dann auf den Zug aufspringen, wenn der schon längst im nächsten Bahnhof ist. Ich nehme mir jedoch heraus, selbst zu entscheiden wann und ob ich etwas mag oder nicht. Und das kann eben auch ein bissel später sein. So geschehen mit Nada Surf. Der Name ist mir damals schon lange aufgefallen aber irgendwie waren die Zeiten von Spotify und schnell mal reinhören noch nicht so aktuell, wie heute. So verliebte ich mich Hals über Kopf in der Studentendisco in “Popular”, der von mir bis heute am wenigsten gehörte Nada Surf Song. Danach war ich Feuer und Flamme, reiste zu allen Konzerten die in meiner Nähe waren, kaufte alle Alben die sie rausgebracht hatten. Und diese Liebe hält an und wird vermutlich bleiben.

Diese Band ist ist mehr als Musik, ihre Songs sind seit langem ein guter Begleiter, ein guter Freund. Januar 2006, als ich auf dem Weg zum Flughafen war, um Urlaub in Nordirland zu machen: Die Sonne ging grade am Horizont auf, als ich außer Atem in dem gerade so erreichten Zug saß und mir auf meinen Kopfhörern “Sit on a train, reading a book, same damn planet every time i look. Try to relax and slow my heartbeat, only works when i’m dead asleep. Been thinking and drinking all over the town, must be gearing up for some kind of melt-down.” entgegensäuselte.

Mittlerweile dürfte ich sie um die 15 Mal live erlebt haben. Es gab wahnsinnig gute, euphorische, tolle Konzerte, aber es gab auch – zum Ende ihrer vorletzten großen Tour – eher ernüchternde Konzerte, weil die Band dringend Urlaub brauchte. Nachdem sie 2011 beim Rolling Stone Weekender wieder “da” waren, haben sie im März 2012 alles wieder gut gemacht, ein wunderschönes Akustik-Konzert im Michelle Records und danach ein wahnsinnig energiegeladenes Konzert in der Markthalle gegben.

Zwar hat sich ihre Musik ein wenig verändert, bewegt sich nicht mehr im manchmal wütenden Aufbegehrungsgefilde, sondern plätschert eingängig vor sich hin. Live lassen sie das Plätschern aber meist zu Hause. Zum Glück! Schön auch, dass Matthew Caws zusammen mit Juliana Hatfield das musikalische Projekt Minor Alps ins Leben gerufen haben, deren Album “Get There” am 15. November veröffentlicht wird.

Und heute Gänsehaut…beim Hören von alten Songs. Aber bei wem bleiben die Augen trocken und das Herz kalt, wenn man Zeilen wie folgende hört!?

And i almost love this town
when i’m by your side.
You woke me from a long sleep
And i’m almost back
Closer than ever
To finding the hidden track
If i told you the truth
You wouldn’t like what i said
I almost believed i was dead
There’ll be no more waiting
You’re gonna melt all the ice
In our heads
There’ll be no more crying
You’re gonna make it all better instead.

http://www.youtube.com/watch?v=dcJvQeuMYes

Happy Birthday Freddy…

Heute wäre Freddy Mercury 67 Jahre alt geworden. Wer den Namen nicht kennt, dem sollte man eine Lektion erteilen, eine gewaltige. Haben doch Queen damals Musikgeschichte geschrieben. Ich habe damals geweint, als er 1991 gestorben ist. Ich war 10 Jahre alt, konnte noch nicht so richtig fassen und wissen, warum er starb, ich wusste nur dass er an den Folgen einer schlimmen Krankheit starb. Viel wichtiger war damals aber, dass ich mit ihm einen Teil meiner Kindheit verband. Queen war damals die Lieblingsband meines Schwarms aus der Grundschule. Und gibt es nicht einen schöneren Grund, als wegen tiefgründiger Gefühle zu einer Band zu finden? Naja, wie tiefgründig die Gefühle waren, sei mal dahin gestellt. Ich erinnere mich noch an damals, ich mag Queen nach wie vor, wenn auch der Schwarm einer von vielen (höhö) geworden ist. “Don’t Stop Me Now” war dann während des Studiums häufig der Song, der in der WG lief, wenn wir Mädels uns für irgendeine Studentenpartie aufhübschten. Danke Freddy, für alles!